Das Schatten-Ich ist der Platz unserer Wahrnehmungs-Filter. Je nachdem, was wir für Erfahrungen im Leben gemacht haben, nehmen wir Neues wahr: bei einer glücklichen, optimistischen, fröhlichen Kindheit gehen wir aufgeschlossen und vertrauensvoll durchs Leben, haben wir viel Abwertung und Kritik erlebt, werden wir oft das Verhalten anderer durch die Brille des Sich-Kritisiert-Fühlens erleben. Fühlten wir uns als Kinder isoliert, ausgegrenzt, einsam und ausgeschlossen, wird uns dieses Gefühl auch später begleiten in jeder Gemeinschaft, selbst wenn uns die anderen als voll integriert erleben. Wurden wir missbraucht, werden wir auch von späteren Beziehungen nichts anderes erwarten. Hat uns nie jemand angelächelt, werden wir uns durch ein unschuldiges Lächeln von jemandem ausgelacht fühlen. Die Lösung besteht darin, die eigenen Wahrnehmungen nie als selbstverständlich hinzustellen: "Es ist so, weil ich es so erlebt / wahrgenommen habe", sondern uns erlauben, unseren eigenen "Fake News" gegenüber kritisch zu bleiben. Den eigenen 'Glaubenssätzen' nicht zu glauben, kein Vertrauen zu schenken, sie zu hinterfragen können wir am besten, wenn wir aus unserem Oberflächenselbst als sinnlicher Erscheinungsform unseres Schatten-Ichs ins 'Herz' hinunterfallen… 😊
